wie bei Sommerregen ein Frosch geboren wurde

Giambattista Vico

HEUSCHNITTER UNTER WOLKEN

Ein Fotoessay

GERHARD FISCHER

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Da sind ein Wasserlauf und ein Hügel, die man nicht fragt,
ob sie jung oder alt sind, denn es gibt für sie keine Zeit

I

Von ihrer Hände Arbeit, dem Heuen, nähren sie das Vieh und nicht selten ringelt sich die Kreuzotter um die Heugabel in den Hochbergweiden des Villgratentales. In den steilen Plateaus, die durch mehr als 100 Jahre vom Vater auf den Sohn übergegangen sind, wechseln Licht und Schatten im Stundentakt, Sensen blitzen in Gräsern auf und entlang der eiskalten Wildbäche blüht das rosa Knabenkraut. Rosa: Farbe der Ekstase.

Im Universal-Lexikon, verlegt von Johann Heinrich Zedler anno 1737, wird berichtet, dass unter den Geschlechtern des Knabenkrauts ein »Männlein und Weiblein sey, welch stets beysammen wachsen, und wenn das eine von dem andern geschieden oder ausgerottet wird, das andere zur Stunde zu verwelcken und allmählig zu vergehen beginne. Man findet viel und mancherley Arten derer Satyriorum oder Orchidium, etliche haben bunte Blätter, als wenn sie mit Blut besprenget, oder Bluts-Tropfen darauf gefallen wären: Etliche haben Wurtzeln, die sind fast wie eine fünf-fingerige Hand gestalltet ... man glaubet, daß die Knaben-Kraut-Wurtzel dergestallt vermögend sey zum Beyschlaffe anzureitzen, daß sie, bloß in der Hand gehalten, die Venus-Lust errege«.

Abends, wenn der Hirte auf der Alm in Kuhaugen blickt und Milch aus dem Euter rinnt, taucht die Sonne in Bergfalten unter und nach und nach beginnt das Sternengefunkel, das dem Städter in dieser kristallinen Schönheit nie vor Augen tritt. Man denkt an die Redensart der Bété von der Elfenbeinküste, die da lautet: Die Sterne zählt man nicht.

An den Almhütten, aus Fichten mit der Axt geschnitten und den Holzschindeldächern, bedeckt mit moosigen Steinbrocken, vermag der Weitgereiste Ähnlichkeiten mit taoistischen Mönchsklausen zu entdecken, und wessen Auge kann sich bei Einbruch der Dunkelheit des Vergnügens entziehen, den Spiralkurven der Glühwürmchen zu folgen, die schon Max Reinhardt begeisterten, der die Leuchtkäfer einst in Shakespeares Sommernachtstraum zuhauf aus dem Schnürboden herabrieseln ließ?

Innervillgraten ist eine Gemeinde mit 965 Einwohnern. Das Wappen zeigt einen auf schwarzem Grund aufgerichteten, silbernen Greif, einen goldenen Krummstab haltend, seit dem Jahr 780 wohnen Menschen im Villgratental: »Nomina alpium ad eiundem iuris proprietatem pertinentia . . . Valgratta«.

Schneeweiß sind die Winter, die sich weit in das Frühjahr dehnen, orange flimmern die Lärchenwälder im Herbstnebel und in der Hitze der Sommer ziehen nach Gewittern unruhig aufgewühlte Wolken am Himmel auf. Azurblau, Weinrot, Apfelgrün, Malvenlila, Rosa und Weiß gelangen zu einer schaumigen Irrealität und die Wolkenzüge scheinen als Anti-Gravitation dem Idealzustand nahe.

II

Da sind ein Wasserlauf und ein Hügel, die man nicht fragt, ob sie jung oder alt sind, denn es gibt für sie keine Zeit. Sie sind da. Sonst weiss man nichts. Ein andermal wieder der Regen, der seit Tagen nicht nachlässt.

Die Arbeit der Grasmäher, durch die sie ihr täglich Brot sichern, bindet sie wie eine starke Wurzel an diesen Boden fest, zu dem sie gehören, mit den Wurzeln vermengt, mit den Lebenszyklen der Pflanzen und Tiere verbunden.

Die bäuerliche Geste des Grasmähens (oder des Korn säens) ist eine Unterwerfung unter die Erde. Grab und Gebärmutter, die Erde vereint in ihrer Ambivalenz den Ursprung und das Ende. Sei es als Tod oder als Amme, die treibende Kraft nistet in der Tiefe, weit unter dem Sichtbaren.

»Wenn man wachsen will, muss man sich in die Erde eingraben. Ich sage Dir also: pflanze dich in die Erde von Drenthe, Du wirst darin keimen«, wird Vincent van Gogh seinem Bruder Theo raten.

In diesem finsteren und düsteren Norden, der von seinen schmutzigen Himmeln abgeschlossen wird, diese gesamte Periode von Etten, Drenthe und Nuenen findet ihren Ausdruck in der schlammigsten Farb-Palette des Malers: morastige Schwarz, Asche, Lava, rötliche Brauntöne, Kastanienbraun, dunkles Oliv, schmutzige Grautöne, Purpurviolett, Lehmgrün.

Der Farbstoff, der auf der Leinwand angehäuft und behauen wird - diese Paste, die Van Gogh in seinen Delirien sogar ißt - veranschaulicht so die Herkunft. Je mehr er den Produkten der Natur ähnelt - Torf, Morast, Schiefer, Grünspan, verdorrte Erde, Eigelb, Kobalt, Blei, Sand, Mist etc. umso eher sichert er die Authentizität des Werkes.

III

Man muss sich nicht in die Staffel der pietistischen Naturschwärmer (Nietzsche, Segantini) einreihen, um an das Verhältnis von Dorf und Kultur zu erinnern: an die bäuerlichen-botanischen, mineralogischen Wurzeln der Kunst.

Auch der Dichter der modernen italienischen Literatur, Cesare Pavese, spricht immer wieder vom ländlichen, bäuerlichen Leben, in Das Handwerk des Lebens lesen wir die wunderschöne Stelle: »Was soll man sagen, wenn die natürlichsten Dinge - Quellen, Wälder, Weinberge, Land - eines Tages von der Stadt aufgesogen und vergangen sein werden und man ihnen in alten Sätzen aus der Vergangenheit begegnen wird ? Sie werden auf uns wirken wie die Theoi, die Nymphen, das natürliche Heilige, das in manchen griechischen Versen zum Vorschein kommt. Dann wird der einfache Satz ›Es war eine Quelle‹ uns rühren«.

Gerhard Fischer hat in den Jahren 1997 bis 2001 die Heumahd in Innervillgraten mit der Fotokamera dokumentiert, analog aufgenommen in den hochsommerlichen Monaten.

Das Sujet dieser Fotos ist die Feldarbeit der Bauern auf den Steilhängen der unteren Stalleralm (Unterstalleralm), gelegen auf 1673 Meter, in die grossflächigen Wiesen sind Heuhütten eingebettet, die einzeln oder in kleineren Gruppen stehen, der Stallerbach durchquert die Alm.

Die Kamera blickt auch in das Hüttendörfl der Oberstalleralm (1883 Meter) mit der schneeweissen Kapelle, vor ihr der Dorfbrunnen mit dem silbernen Wasser der Weißen Spitze (2963 Meter). Oberhalb der Almen und Steinmahden sind die Bergflanken mit Geröll und Trümmerfels bedeckt. Plattes Gestein, oft ins Rötliche spielend, bezaubert das Auge. Der Hauptkamm der Deferegger Alpen rahmt mit Roter und Weisser Spitze, Degenhorn und Hochalmspitze die Täler um Außer - und Innervillgraten nördlich ein.

Entstanden ist ein ethnografisches Foto-Konvolut über die Bauern in Osttirol, »Arbeiter der Erde« (Cesare Pavese), die in der Marien-Anbetung verharren, in der Sorge um das tägliche Brot.

Das pflanzliche Grün der Täler und der Schnitt der Gräser sind in die Fotoserien eingekapselt. Von einem Foto zum nächsten bündeln sich mannigfache Einzelheiten der Feldarbeit. Bemerkenswert an dem Bildepos ist die Entfernung oder Nähe, mit der die Kamera die Landschaft und die Bauern umkreist. Bei Fischer wirkt die Liebesdialektik von Zartheit gegenüber von Besitzergreifung des Begehrten.

Im Alpenraum unterscheidet man bei der Heumahd den ersten Schnitt, der im Frühsommer stattfindet, gefolgt vom zweiten Schnitt, der im Hochsommer erfolgt.

Wurde in Tirol noch in den 50er Jahren das Heu auf einen Wagen, der von Pferden, Ochsen oder Kühen gezogen wurde, von Hand mit einer Heugabel geladen und zum Hof transportiert, sind nun von Traktoren angetriebene Ladewagen verbreitet.

Das von der sengenden Sonne des Sommers getrocknete Gras wird Heu genannt und dient als Futter für das Vieh. Der Sonnenduft des Heues ist von unvergleichlicher Würze. Es ist die Metamorphose der Gräser und Pflanzen, die schon Goethe beschwor.

IV

Seit der Jahrhundertwende und bis in die Dreißiger Jahre hinein, entzogen sich Künstler der Unwirtlichkeit der Städte. »Unsere Kneipen und Grossstadtstrassen, unsere Büros und möblierten Zimmer, unsere Bahnhöfe und Fabriken schienen uns hoffnungslos einzuschliessen«, notierte Walter Benjamin und Siegfried Kracauers Schriften zur Massenkultur der Moderne bezeugen das »Tohuwabohu verdinglichter Seelen«. Im Gegenzug entwickelte sich eine pietistische Naturschwärmerei und Nietzsches Gedichttitel Aus hohen Bergen ist auch für Anton Webern, dem Intimfreund Alban Bergs, maßgeblich. Webern, der begeisterte Alpinist liest Goethes Metamorphose der Pflanze, rühmt »Wurzel, Stengel, Blatt, Blüte«. Mit Sonnenaufgang erhebt er sich und ist in dünner Luft unterwegs, umgeben vom Eisblau der Gletscher. Am liebsten möchte er an den Rändern des Himmels arbeiten, dort wo die unscheinbare Edelraute wächst. Mit seinem Wanderstab streift er auf unwegsamen Pfaden Gräser und Steine am Wegrand und beugt sich über die sehr schmalen, lanzettlichen, grasartigen Blätter des Kohlröschen, dessen Blüten mit nach oben weisender Lippe hellrote oder gar schwarze Farben haben können. Berge und Pflanzen werden zum mythischen Exerzitium. Es ist die Konstruktion des naturhaft Gewachsenen, die Webern studiert, und behutsam wird er eine Tonspur »nach der Natur« entwickeln.

V

Der Maler Giovanni Segantini ist für Anton Webern der Wegweiser für die künftige Musik: »Ich sehne mich nach einem Künstler in der Musik, wie's Segantini in der Malerei war, das müsste eine Musik sein, die der Mann einsam, fern allen Weltgetriebes, im Anblick der Gletscher, des ewigen Eises und Schnees, der finsteren Bergriesen schreibt, so müsste sie sein wie Segantinis Bilder. Das Brechen des Alpensturmes, die Wucht der Berge, das Leuchten der Sommersonne auf den Blumenwiesen, das alles müsste in der Musik sein - eine unmittelbare Geburt der Alpeneinsamkeit. Der Mann wäre dann der Beethoven unserer Tage. Es müsste wieder eine ›Eroica‹ kommen, eine die um 100 Jahre jünger ist«.

VI

Giovanni Segantinis Ausstrahlung auf Webern führte 1905 zu einem Streichquartett mit dessen ersten Teil die Atonalität begann und das die Konstruktionsprinzipien seines Konzertes für neun Instrumente, op. 24 (1934), antizipiert. Die sechseinhalbminütige Miniatur für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Trompete, Posaune, Geige, Bratsche und Klavier griff als radikales Novum in die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts ein. Wie das Streichquartett aus 1905, ist auch op. 24 mit alpinen Themen verknüpft. Hauptthema II: »Dachstein, Schnee und Eis, kristallklare Luft« ist in der Partitur vermerkt; Hauptthema IV, Coda: »Ausblick in die höchsten Regionen«.

Giovanni Segantini malte oben, im Anblick der Gletscher. In den Jahren 1889/1899 begab sich der Maler immer wieder in Majola auf den Schafberg in 2700 m Höhe, um das Trittico della natura zu vollenden. Mitte September 1899 erlitt er eine akute Bauchfellentzündung und konnte nicht mehr ins Tal abtransportiert werden, Segantini starb inmitten der Engadiner Berge am 28. September 1899 in den Armen seiner Geliebten. Zurückgeblieben ist ein Alpen-Triptychon-Torso, betitelt La vita (190x322 cm) - La natura (235x403 cm) - La morte (190x322 cm).

Die Teile des Triptychons heißen Werden - Sein - Vergehen. Es geht um die ewige Wiederkehr der Tage und der Dinge, des Lebens und des Todes. Dieser Zyklus der Jahreszeiten und der menschlichen Lebensphasen spielt sich in einer Natur ab, die sich zwischen der Mutter Erde und einem Himmel aus kosmischer Strahlung erstreckt.

Salzburg, 3. Dezember 2016

Heuschnitter unter Wolken - Foto 1
TAFEL I
Heuschnitter unter Wolken - Foto 2
Heuschnitter unter Wolken - Foto 3
Heuschnitter unter Wolken - Foto 4
Heuschnitter unter Wolken - Foto 5
TAFEL II
Heuschnitter unter Wolken - Foto 6
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 8
Heuschnitter unter Wolken - Foto 9
TAFEL III
Heuschnitter unter Wolken - Foto 10
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 12
Heuschnitter unter Wolken - Foto 13
TAFEL IV
Heuschnitter unter Wolken - Foto 14
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 17
TAFEL V
Heuschnitter unter Wolken - Foto 18
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TAFEL VI
Heuschnitter unter Wolken - Foto 22
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TAFEL VII
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TAFEL VIII
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TAFEL IX
Heuschnitter unter Wolken - Foto 34
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TAFEL X
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 41
TAFEL XI
Heuschnitter unter Wolken - Foto 42
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TAFEL XII
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TAFEL XIII
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TAFEL XIV
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TAFEL XV
Heuschnitter unter Wolken - Foto 58
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TAFEL XVI
Heuschnitter unter Wolken - Foto 62
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 65
TAFEL XVII
Heuschnitter unter Wolken - Foto 66
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TAFEL XVIII
Heuschnitter unter Wolken - Foto 70
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TAFEL XIX
Heuschnitter unter Wolken - Foto 74
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 77
TAFEL XX
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TAFEL XXI
Heuschnitter unter Wolken - Foto 82
Heuschnitter unter Wolken - Foto 83
Heuschnitter unter Wolken - Foto 84
Heuschnitter unter Wolken - Foto 85
TAFEL XXII
Heuschnitter unter Wolken - Foto 86
TAFEL XXIII

Heu

Heu,

Heu in den Kinderscheuern,

wo zu verbrennen

oder sich für immer zu verlieren

gleich leicht ist.

Gebündeltes Heu,

Heu auf den Feldern,

Heu als die bei der tödlichen Vielfalt

der Möglichkeiten gerade so

zueinander gegebenen Buchstaben,

diese Richtung,

aber keine andere.

Heu, das im Wind fliegt,

auf den dürren Stoppeln bleibt,

für immer von den anderen getrennt,

das den Schnee erwartet,

der ihm den Himmel nehmen wird,

sein unbewegtes, mattes Ebenbild.

Die Gewißheit, daß es keinen Trost gibt,

aber den Jubel,

Heu, Schnee und Ende.



Ilse Aichinger



Heuschnitter unter Wolken - Foto 87
TAFEL XXIV
Heuschnitter unter Wolken - Foto 88
Heuschnitter unter Wolken - Foto 89
Heuschnitter unter Wolken - Foto 90
Heuschnitter unter Wolken - Foto 91
TAFEL XXV
Heuschnitter unter Wolken - Foto 92
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Heuschnitter unter Wolken - Foto 95
TAFEL XXVI
Heuschnitter unter Wolken - Foto 96
Heuschnitter unter Wolken - Foto 97
Heuschnitter unter Wolken - Foto 98
Heuschnitter unter Wolken - Foto 99
TAFEL XXVII
Heuschnitter unter Wolken - Foto 100
Heuschnitter unter Wolken - Foto 101
Heuschnitter unter Wolken - Foto 102
Heuschnitter unter Wolken - Foto 103
TAFEL XXVIII
Heuschnitter unter Wolken - Foto 104
Heuschnitter unter Wolken - Foto 105
Heuschnitter unter Wolken - Foto 106
Heuschnitter unter Wolken - Foto 107
TAFEL XXIX
Heuschnitter unter Wolken - Foto 108
Heuschnitter unter Wolken - Foto 109
Heuschnitter unter Wolken - Foto 110
Heuschnitter unter Wolken - Foto 111
TAFEL XXX
Heuschnitter unter Wolken - Foto 112
TAFEL XXXI

IMPRESSUM

Das Tafelwerk (TAFEL I-XXXI) wurde aus einem Fotokonvolut von 545 Fotos augewählt. Die analogen Fotos, entstanden 1997 - 2001, sind digital bearbeitet und in eine ästhetische Formation gebracht worden.

Parallel mit den Fotografien entstanden zahlreiche Filmdokumente im Format Video 8 und Video Hi8. In den Aufnahmen der Marien-Prozession in Innervillgraten (August 1994) ist der leise pochende Herzschlag der religiösen Bezüge der Bevölkerung zu vernehmen.

Die groszügige Förderung der Webseite Heuschnitter unter Wolken unternahm die Wissenschafts- und Forschungsförderung der Kulturabteilung der Stadt Wien. Dank an Heidi Kadensky, Karin Krammer und Mag. Daniel Löcker, MA.

Zahlreiche Aufsätze, Publikationen und Kataloge zur Feldarbeit in Mitteleuropa wurden beachtet.

Das Taschenbuch der Gräser von Ernst Klapp (Verlag Paul Parey, Berlin o.J.) gibt hervorragendes Bild- und Textmaterial zu verwendbaren Futtergräsern an.

Eine Liste der 22 Almen und 76 Almhütten im Villgratental ist auf der Webseite der Gemeinde Innervillgraten zu finden: www.innervillgraten.at

Ilse Aichinger, Heu. Aus: dies., Verschenkter Rat. Gedichte. © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1978.

© 2017 Gerhard Fischer

like how a frog was born in summer rain

Giambattista Vico

HAY CUTTERS UNDER CLOUDS

A Photo Essay

GERHARD FISCHER

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There is a stream and a hill that no one asks if they are young or old, because there is no time for them

I

By the work of their hands—haymaking—they feed the livestock, and not infrequently a crossed viper coils around the pitchfork in the high-mountain meadows of the Villgraten Valley. In the steep plateaus, passed down over more than one hundred years from father to son, light and shadow alternate by the hour; scythes flash among the grasses, and along the ice-cold mountain streams the pink orchid (knabenkraut) blooms. Pink: the color of ecstasy.

In the Universal-Lexikon, published by Johann Heinrich Zedler in 1737, it is reported that among the varieties of the knabenkraut there is a “male and female that always grow together, and if one is separated or uprooted from the other, the other begins at once to wither and gradually perish. One finds many different kinds of satyriorum or orchidium; some have variegated leaves, as if sprinkled with blood or as though drops of blood had fallen on them. Others have roots shaped almost like a five-fingered hand... It is believed that the root of knabenkraut has such power, merely held in one’s hand, to excite lust that it arouses Venus-lust.”

In the evening, when the herdsman gazes into the eyes of the cows at the alpine pasture and milk streams from the udder, the sun sinks below the mountain folds; gradually the starry lights begin to sparkle, a crystalline beauty never seen by the city dweller. It brings to mind the saying of the Bété from the Ivory Coast: “One does not count the stars.”

At the alpine huts, cut from spruce with an axe and roofed with wood shingles weighted by mossy stones, the well-traveled can detect similarities to Taoist monastic hermitages. And whose eye can resist, after darkness falls, the pleasure of following the spiral trajectories of fireflies—those which once enchanted Max Reinhardt, who let glow-worms rain down abundantly from the stage rigging in Shakespeare’s A Midsummer Night’s Dream?

Innervillgraten is a municipality with 965 inhabitants. Its coat of arms, used since the year 780, shows a silver griffin on a black field, holding a golden crozier. People have lived in the Villgraten Valley since 780: “Nomina alpium ad eiundem iuris proprietatem pertinentia... Valgratta.”

Winters here are snow-white and stretch far into spring; in autumn mists, the larches flicker orange, and in the heat of summer, clouds roil across the sky after thunderstorms. Azure, wine-red, apple-green, mallow-lilac, pink, and white combine in a foamy unreality, and these banks of clouds seem almost an anti-gravity, close to an ideal state.

II

There is a stream and a hill that no one asks if they are young or old, because there is no time for them. They are simply there. Another time, the rain that will not stop for days.

The labor of the grass mowers, by which they secure their daily bread, roots them firmly, like a strong taproot, to this ground to which they belong—intertwined with roots, connected to the life cycles of plants and animals.

The peasant gesture of mowing grass (or sowing grain) is a submission to the earth. Grave and womb: in its ambivalence, the earth unites origin and end. Be it as death or as nurse, the driving force dwells in the depths, well below the visible surface.

“If one wants to grow, one must bury oneself in the earth. So I tell you: plant yourself in the earth of Drenthe; you will germinate there,” Vincent van Gogh advised his brother Theo.

In that dark, gloomy North, sealed by its grimy skies, the entire period of Etten, Drenthe, and Nuenen finds expression in the muddiest color palette of the painter: bog-black, ash, lava, reddish-brown, chestnut-brown, dark olive, soiled gray, purple-violet, clay-green.

The pigment heaped and carved onto the canvas—this paste Van Gogh in his deliriums even eats—illustrates origin. The more it resembles natural products—peat, mire, slate, verdigris, parched earth, egg yolk, cobalt, lead, sand, manure, etc.—the more it ensures the work’s authenticity.

III

One need not join the ranks of pietistic nature enthusiasts (Nietzsche, Segantini) to recall the relationship between the village and culture: the rural, botanical, mineralogical roots of art.

Even the poet of modern Italian literature, Cesare Pavese, repeatedly refers to rural, peasant life. In The Business of Living, we read a wonderful passage: “What shall one say if, one day, the most natural things—springs, forests, vineyards, countryside—are absorbed and vanish into the city, and we encounter them only in old sentences from the past? They will affect us like the Theoi, the nymphs, that natural holiness that appears in certain Greek verses. Then even the simple sentence ‘There was once a spring’ will move us.”

Between 1997 and 2001, Gerhard Fischer documented the hay harvest in Innervillgraten with his analog camera during the high-summer months.

The subject of these photos is the field labor of farmers on the steep slopes of the Lower Stalleralm (Unterstalleralm), situated at 1,673 meters. Large meadows embed hay barns that stand alone or in small groups, and the Stallerbach stream crosses the alp.

The camera also looks into the little hut village of the Upper Stalleralm (Oberstalleralm, 1,883 meters), with its snow-white chapel. In front of it stands the village fountain with the silvery water from the Weiße Spitze (2,963 meters). Above the alpine meadows and stone-strewn slopes, the flanks of the mountains are covered with scree and broken rock. Flat stones, often tinged red, enchant the eye. The main ridge of the Defereggen Alps, framed by the Rote and Weiße Spitze, Degenhorn, and Hochalmspitze, encloses the valleys around Außervillgraten and Innervillgraten to the north.

The result is an ethnographic photographic compilation about farmers in East Tyrol, “workers of the earth” (Cesare Pavese), who dwell in Marian devotion, concerned for their daily bread.

The plantlike green of the valleys and the cutting of the grasses are encapsulated in these photo series. From one photo to the next, a myriad of details of fieldwork accumulate. Notable in this pictorial epic is the distance or closeness with which the camera circles the landscape and the farmers. With Fischer, one senses a dialectic of tenderness contrasted with the impulse to take possession of the desired.

In the Alpine region, one distinguishes the first cutting of hay, occurring in early summer, followed by the second cutting in midsummer.

In Tyrol in the 1950s, the hay—dried by the scorching summer sun—was still forked by hand onto a wagon pulled by horses, oxen, or cows and then hauled to the farm. Nowadays, tractors with loader wagons are common.

The grass dried by the summer sun is called hay and serves as feed for the livestock. The sunny fragrance of hay is incomparably pungent. It is the metamorphosis of grasses and plants once celebrated by Goethe.

IV

From the turn of the century until the 1930s, artists withdrew from the hostility of cities. “Our bars and city streets, our offices and rented rooms, our train stations and factories seemed hopelessly to enclose us,” wrote Walter Benjamin, and Siegfried Kracauer’s writings on modern mass culture attest to this “chaos of reified souls.” In reaction, a pietistic enthusiasm for nature developed, and Nietzsche’s poem title From the High Mountains also became formative for Anton Webern, close friend of Alban Berg. Webern, an ardent mountaineer, read Goethe’s The Metamorphosis of Plants and extolled “root, stalk, leaf, blossom.” At sunrise he would set out, traveling in thin air, surrounded by the ice-blue of the glaciers. He would prefer to work at the edges of the sky, where the unassuming alpine mugwort grows. With his walking stick, he traversed impassable trails, brushing grasses and stones along the wayside, stooping over the narrow, lanceolate leaves of the fragrant orchid, whose blossoms, pointing upward, can be pale red or even black. Mountains and plants became a mythical exercise. It is the construction of nature’s own growth that Webern studied, and carefully he would develop a musical path “after nature.”

V

For Anton Webern, the painter Giovanni Segantini was the signpost for future music: “I yearn for an artist in music, as Segantini was in painting. It would be a music the man composed alone, far from all the world’s bustle, beholding the glaciers, the eternal ice and snow, the somber giants of the mountains. It would be as Segantini’s pictures are. The breaking of the alpine storm, the force of the mountains, the glow of the summer sun on the flowery meadows— all of that would be in the music, a direct birth from the solitude of the Alps. That man would be the Beethoven of our day. There must come another ‘Eroica,’ but one a hundred years younger.”

VI

Giovanni Segantini’s influence on Webern led, in 1905, to a string quartet with which atonality began. It anticipated the constructive principles of his Concerto for Nine Instruments, op. 24 (1934). The six-and-a-half-minute miniature for flute, oboe, clarinet, horn, trumpet, trombone, violin, viola, and piano made a radical new contribution to the music history of the 20th century. Like the 1905 String Quartet, op. 24 is linked with alpine themes. Principal theme II: “Dachstein, snow and ice, crystal-clear air,” is noted in the score; principal theme IV, coda: “View into the highest regions.”

Giovanni Segantini painted high up, in view of the glaciers. From 1889 to 1899, he repeatedly ascended the Schafberg near Majola at an altitude of 2,700 m, where he worked on the Trittico della natura. In mid-September 1899, he suffered an acute peritonitis and could no longer be transported down to the valley. Segantini died in the Engadine mountains on September 28, 1899, in the arms of his beloved. He left behind the torso of an Alpine triptych titled La vita (190×322 cm) – La natura (235×403 cm) – La morte (190×322 cm).

The triptych parts are called Becoming – Being – Passing Away. It deals with the eternal return of days and things, of life and death. This cycle of seasons and human life phases unfolds in a nature stretching between Mother Earth and a heaven of cosmic radiance.

Salzburg, December 3, 2016

PLATE I
PLATE II
PLATE III
PLATE IV
PLATE V
PLATE VI
PLATE VII
PLATE VIII
PLATE IX
PLATE X
PLATE XI
PLATE XII
PLATE XIII
PLATE XIV
PLATE XV
PLATE XVI
PLATE XVII
PLATE XVIII
PLATE XIX
PLATE XX
PLATE XXI
PLATE XXII
PLATE XXIII

Hay

Hay,

Hay in children’s barns,

where to burn

or to be lost forever

is equally easy.

Bundled hay,

Hay in the fields,

hay as letters assigned thus

amid the deadly variety

of possibilities,

this direction,

but no other.

Hay that flies in the wind,

remains on the withered stubble,

forever separated from the others,

waiting for the snow

that will take away the sky,

its still, dull likeness.

The certainty that there is no consolation,

but instead a shout of joy,

Hay, snow, and the end.



Ilse Aichinger



PLATE XXIV
PLATE XXV
PLATE XXVI
PLATE XXVII
PLATE XXVIII
PLATE XXIX
PLATE XXX
PLATE XXXI

IMPRINT

The plates (PLATE I–XXXI) were selected from a compilation of 545 photos. The analog photos, taken between 1997 and 2001, have been digitally edited and arranged into an aesthetic formation.

In parallel with these photographs, numerous film documents in Video 8 and Hi8 formats were produced. In recordings of the Marian procession in Innervillgraten (August 1994), one can sense the gentle heartbeat of the population’s religious references.

The City of Vienna’s Department of Cultural Affairs, Section for Science and Research, provided generous support for the website Hay Cutters under Clouds. Thanks to Heidi Kadensky, Karin Krammer, and Mag. Daniel Löcker, MA.

Numerous essays, publications, and catalogs on fieldwork in Central Europe were taken into consideration.

The Pocket Book of Grasses by Ernst Klapp (Verlag Paul Parey, Berlin, n.d.) provides excellent images and textual material on fodder grasses.

A list of the 22 alpine pastures and 76 alpine huts in the Villgraten Valley can be found on the municipality’s website: www.innervillgraten.at

Ilse Aichinger, “Heu.” From: Verschenkter Rat. Poems. © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1978.

© 2017 Gerhard Fischer